Sonntag, 15. Oktober 2017

Review: Paco - Kampfmaschine des Todes - 1986

Paco ist ein Cyborg der den Auftrag bekommt, ein Oberhaupt einer revolutionären Gruppe zu killen. Als sich jedoch Paco kurzerhand entschliesst den Mann am Leben zu lassen, entwickelt der Cyborg ein Eigenleben, dass in zwingt sich vor seinen Auftragsgebern in Schutz zu begeben. Auf seiner Flucht landet er in einem Stundenhotel mitten in der furztrockenen Wüste, immernoch seine Schöpfer im Nacken...








Paco erblickte das Licht der Welt, als das italienischen Kino bereits am krepieren war. Ab Mitte der 80er fehlte schlichtweg die Kohle, um hier noch eine hochstehenden Produktionen auf die Leinwand zu zaubern. Regisseur Sergio Martino, macht jedoch das beste draus und schafft eine tolles Terminator Rip Off, in Form eines Cyberploitations. Gerade zum letzten Drittel hin, gestaltet er eine charmante trashige Action, die auch locker mit einem der frühen Mad Max filme mithalten kann. Ob nun Paco an einer Kette eines Autos durch die staubige Wüste gezerrt wird, oder eine tolle Ballerei mit anderen Cyborgs - alles wirkt hier äusserst liebevoll gestaltet und macht das Beste aus dem Low Budget Bastard.

Paco wird von Daniel Greene gespielt - ist jetzt nicht gerade Arnie, aber macht das doch ganz ambitioniert und zelebriert die Kuleschow-Effekts auf höchster Ebene. Bei den Damen hat sich Janet Agren aus Red Sonja die Hauptrolle geholt, bleibt jedoch etwas hinter den Erwartungen zurück. Interessanter sieht es dann bei den Nebencharakteren aus: Hier glänzen John Saxon und George Eastman - gerade Letzterer spielt hier hervorragen das Armdrücker Arschloch auf Bestellung.


Fazit: Paco - Kampfmaschine des Todes, braucht kein grösseres Budget - mehr Geld hätte dem Film von Sergio Martino (Die Killer Mafia -1975) nur den Charakter versaut. So bleibt Hands of Steel ein unterhaltsamer Cyborgploitaion Trasher, der durchgehende Unterhaltung schafft und das italienischen Kino der späten 80er nochmals kurz aufleben lässt, bevor dann endgültig die Luft raus war. Mit dieser Aufmerksamkeit, bleibt er seinem Kultstatus gerecht, der letzte sinnfremde italienische Filmbastard zu sein.

6/10


Sammlung: Das Mediabook von LFG mit Cover B. Bildqualität ist souverän, Ton ist leider ein anderes Thema. Als Extra gilt "nue" das 20seizige Booklet. Nicht viel für den Preis, aber kann sich sehen lassen. Ein Film den ich in meiner Sammlung nicht missen möchte.




VHS

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